Die Tigermücke
Tigermücken im Garten, so können wir sie eventuell etwas eindämmen
Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu, und viele Bewohner haben ihre Gärten bereits winterfest gemacht. Ein Plagegeist hat uns in diesem Sommer sicherlich besonders viel Ärger bereitet, die Tigermücke.
Im Gegensatz zu vielen heimischen Stechmücken ist die Asiatische Tigermücke auch tagaktiv und daher besonders lästig. Ganz loswerden werden wir sie nicht mehr. Doch eines können wir uns bereits für die kommende Gartensaison vornehmen, wir können gemeinsam dazu beitragen, ihre Ausbreitung einzudämmen.
Erwachsene Tigermücken lassen sich nur schwer bekämpfen. Umso wichtiger ist es, ihre Entwicklung bereits im Larvenstadium zu verhindern. Denn die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt an kleinen Wasseransammlungen ab. Schon winzige Mengen stehenden Wassers können als Brutstätte dienen. Wasser im Pool mögen sie jedenfalls nicht.
So verhinderst du Tigermücken im Garten
Mit einigen einfachen Maßnahmen lassen sich die Plagegeister etwas eindämmen.
- Regentonnen gut verschließen: Achte darauf, dass Mücken keinen Zugang zum Wasser haben.
- Wasseransammlungen beseitigen: Leere regelmäßig Topfuntersetzer, Gießkannen und andere Gefäße, in denen sich Regenwasser sammeln kann.
- Kinderplanschbecken regelmäßig entleeren: Leere und reinige sie spätestens nach einer Woche, bei Bedarf auch früher.
- Tiertränken sauber halten: Wechsle das Wasser häufig und reinige die Behälter regelmäßig.
- Abdeckplanen kontrollieren: Vermeide Wasserpfützen und stehendes Regenwasser in Falten.
- Regenwasser in Behältern verhindern: Schütze beispielsweise Gartenboxen und andere Aufbewahrungsbehälter vor eindringendem Regen.
- Dachrinnen freihalten: Entferne Laub und Schmutz, damit das Wasser ungehindert abfließen kann.
Auch vor dem Winter an die Mücken denken
Bevor der Garten in die Winterpause geht, sollten alle Gefäße und Gegenstände kontrolliert werden, in denen sich Wasser sammeln könnte. Reinige und entleere diese vollständig und lagere sie umgedreht.
Übrigens: Stechmücken sind keine besonders guten Flieger. Sie bewegen sich häufig nur etwa 100 bis 150 Meter weit. Wer regelmäßig Mücken im Garten bemerkt, sollte deshalb auch die nähere Umgebung nach möglichen Brutstätten absuchen.
Je nach Witterung dauert die Entwicklung vom Ei bis zur erwachsenen Stechmücke nur etwa sieben bis vierzehn Tage. Umso wichtiger ist es, Wasseransammlungen regelmäßig zu kontrollieren und nicht erst dann zu handeln, wenn die Mücken bereits unterwegs sind.
Wenn wir im kommenden Jahr diese kleinen Maßnahmen konsequent umsetzen, können wir die Ausbreitung der Tigermücke möglicherweise etwas bremsen. Vollständig verschwinden wird sie dadurch nicht. Aber jeder vermiedene Brutplatz hilft im eigenen Garten, auf dem Balkon und in der Nachbarschaft.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass uns die Tigermücke im kommenden Sommer zumindest etwas weniger zu schaffen macht!