Grundsätze des Zusammenlebens im Kleingarten

Wie in jeder sozialen Gemeinschaft braucht es auch im Kleingarten Grundsätze, die das Zusammenleben regeln – diese dienen nicht der Einschränkung, sondern der Sicherung eines guten Zusammenleben in unserer Gartengemeinschaft.

Es liegt in der Verantwortung jedes/jeder Einzelnen, durch entsprechendes Verhalten seinen Beitrag zu leisten.

Ein Kleingarten ist keine Wildnis und ist kleingärtnerisch zu nutzen. Auch im Falle eines Eigengrundes unterliegt man dem Kleingartengesetz und den Vereinsstatuten. Auch sind Pflanzungen und Bauwerke nicht nur mit den Gesetzen sondern auch mit der ortüblichen Ansicht abzugleichen.

1. Ruhezeiten:
Täglich von 12 bis 14 Uhr ist die Mittagsruhe, in der es keine lauten Arbeiten gibt. Auch am Samstag endet die Mittagsruhe um 14 Uhr, an Sonn- und Feiertagen gilt die Ruhezeit ganztägig (24 Stunden).

2. Nachbarn:
Es empfiehlt sich im Falle von Grillen, Feierlichkeiten usw. mit den Nachbarn zu reden und diese auf die beabsichtigten Tätigkeiten hinzuweisen. Auch ist es kein Fehler, zusätzlich die Vereinsleitung zu verständigen.

3. Zäune:
Sie dürfen zu den Wegen hin nicht höher als 1,5 m sein. An Außenwegen sind auch 1,8 m noch zu tolerieren. Zwischen den Parzelle sind die Zäune mit 1 m begrenzt. Pflanzen zwischen den Gärten sind so zu halten, dass keine Belästigungen durch Licht oder Luftentzug entstehen. Sichtdichte Einfriedungen sind ebenso nicht erlaubt wie Netze und deren kurzfristige Anbringung ist mit der Vereinsleitung und den Nachbarn abzusprechen.

4. Bauen:
Bauten dürfen derzeit in unserem Kleingartenbereich nur analog der Wiener Bauordnung errichtet werden. Dazu ist es nötig mit der Vereinsleitung über den Ablauf zu sprechen, eine Firma zu beauftragen, deren Tafel auch am Zaun angebracht werden muss. Vor Beginn der Bauphase ist dem Verein ein Plan vorzulegen und eine Baukaution zu erlegen, deren Höhe der Ausschuss beschließt und die derzeit € 5.000.- ausmacht. Der Bauherr ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Belästigungen und Schäden durch die Bautätigkeit weitgehend vermieden werden.

5. Freiflächen:
Die Fläche vor der Parzelle ist bis zur Wegmitte der Parzelle zugehörig und ist, da Pachtfläche, zu pflegen. Ein Recht auf eine bestimmte Nutzung besteht nicht.

6 Pflanzen:
Das Setzen von Pflanzen ist nur in Ausnahmefällen eingeschränkt. Hecken sind zum Weg hin mit 1,5 m vorzusehen und zwischen Nachbarn mit diesem abzusprechen. Die Pflanzen von Nuss- und Alleebäumen ist nicht gestattet und auch ist von Pflanzen abzuraten, die in weiterer Folge Schäden an den Kulturen der Mitglieder verursachen könnten. Solche würden dann nach dem ABGB rechtlich bekämpft.

7. Zutritt:
Jedes Mitglied hinterlegt (was nicht immer so ist) einen Schlüssel zur Parzelle im Verein um im Falle eines Elementarschadens helfen zu können. Mit der Hinterlegung genehmigt man den Zutritt auch ohne Anwesenheit des Mitgliedes.