Chronik des KGV-Am Anger

1918: Vermutliche Gründung des Kleingartenvereins „Franz SIEGEL“ im Bereich 14. und 15.Bezirk, unweit des Technischen Museum.

1925: Die Stadt dehnt sich aus, man braucht Platz, die Kleingärtner erhalten ein Grundstück am „Grünen Berg“ nähe Gatterhölzl.

1927: Ende 1927 musste man abermals der Stadt weichen und wurde zusammen mit Teile der Vereine „Grünberg“ und „Schwenkgasse“ in die sumpfige Aufschüttung des Altmannsdorfer Anger in der Größe von 36.000 m² komplimentiert. 133 Gärten zwischen 190 und 238 m² entstanden. 1.317,5 m Wasserleitung, 1.237,2 m Umzäunung waren nötig. Am 19. 12. wurde dafür ein Kredit von 38.500 Schilling vom Gemeinderat genehmigt.

1928: Am 1. APRIL 1928 erfolgt die Gründung der neuen Dauerkleingartenanlage „Franz_Siegel“. Die Obmänner sind Otto KREUZ und Josef KOTAS. Am 27. August übernimmt Franz SCHEDEL das Amt von Otto Kreuz.

1934: 23.10. der Name „Franz SIEGEL“ wird aus politischen Gründen gestrichen und auf die Bezeichnung „Dauerkleingartenanlage Am Anger Wien XII“ geändert.

1936: Errichtung eines Vereinshauses auf Parzelle 32

1950: Ausstellung des Pachtvertrages für die Parzelle 32 (Vereinsparzelle) am 4. August. Das Haus darauf wurde 1936 errichtet.

1962: Der „Schmidt-Acker“ wird dem KGV zugefügt und auf weitere 14 Parzellen aufgeteilt. Ab sofort ist die Parzellenanzahl 147

1971: Obmann Alexander ALBINELLI und Josefine ZONER führten fortan die Geschicke des Vereines.

1976: Alexander ALBINELLI wurde Obmann und Rudolf HARTL Stellvertereter, ersetzte Frau Zoner.

1979: Walter SPIESZ und Josef HARTL wurden als Obmänner gewählt. Erste Schritte wurden unternommen, die verlängerte Stachegasse „12 Meter-Strasse“ genannt, für die Anlage zu sichern.

1982: Die Bemühungen waren erfolgreich und die „12 Meter-Strasse“ wurde ein Teil des Vereines und als Prekarium* den angrenzenden Parzellen zugeteilt.

1984: Senkgruben für Kleingartenhütten wurden vorgeschrieben. Der Spiel oder Kirschenplatz wird Parzelle 32A und 73A, gesamt nun 149 Parzellen. Winterwasser und Kanal wird vorgeplant. Die Wegebeleuchtung von Glühlampen auf Neonlampen umgerüstet.

1985: Alfred KALVA und Edmund HOGEN werden zu Obmännern gewählt.

1987: Die Sommerwasserleitung wird durch winterfeste Kunststoffwasserohre ersetzt.

1988: Obmann KALVA und der 1987 kooptierte** Leopold DORFINGER werden bei der Neuwahl in ihrem Amt bestätigt.

1991: Neuwahlen am 23. März, Obmänner Alfred KALVA und Kurt STEURER. Der Abwasserkanal wird gebaut. Zusammen damit erhalten alle Mitglieder einen Wasserschacht- und Zähler.

1994: Erstmals wird über den Kauf der Parzellen gesprochen und Vermessungen durchgeführt. Anschließende Umwidmung auf ganzjähriges Wohnen (EklW).

1995: Obmann Kalva ist überraschend gestorben. Die Stellvertreterin Margareta REZABEK übernahm die Leitung des Vereines. Günter KOTISCH als Stellvertreter kooptiert.

1997: Am 23. 3. wurde neu gewählt und den Herren Heinrich STEPPAN und Günter KOTISCH das Vertrauen ausgesprochen.

2000: Am 1.3. gab es Neuwahlen und die bestehende Vereinsleitung wieder bestellt. Auf Grund der Kaufmöglichkeit der Parzellen war eine neue Vermessung nötig.

2002: Obmann STEPPAN hat das Projekt Parkplatz realisiert. Der Fahrweg wurde asphaltiert und die Stellplätze mit Betonrecycling gewalzt. Es gibt nun 75 Stellplätze, weiters ein elektrisches Tor, das über Funk zu öffnen ist.

2003: Nach dem freiwilligen Ausscheiden von Obmann Steppan wurde nahezu der gesamte Ausschuss ausgetauscht. Bei der nötigen Generalversammlung wurden die Herren Alfred PLACHO und Walter BALBACH als Obmännern gewählt. Die Anlage wurde durch die Gasversorgung aufgewertet.

2004: Obmann Placho beendet am 8.4 seine Funktion, die Walter BALBACH übernimmt. Günter KOTISCH wird zum Stellvertreter kooptiert. Die ersten Parzellen werden ins Eigentum übernommen. Neuanlage der Wege, die 1,5 m breit in Asphaltkies ausgeführt werden.

2005: Wegen einer Neuauflage des Vereinsgesetzes war es nötig, neue Statuten zu entwerfen und bei der Vereinspolizei einzureichen.

2006: Die neuen kooptierten Ausschussmitglieder werden bei der Neuwahl am 11.3. endgültig gewählt.

2007: Zu Jahresbeginn wurde eine Bausperre erlassen, da der Altmannsdorfer Anger umgewidmet und dem Verein eingegliedert werden soll.

2008: Der KGV-Am Anger feiert 19. und 20. Juli sein 80-jähriges Bestandsjubiläum mit einem Festakt am Autoabstellplatz des Kleingartenvereines.

2009: Bei der am 14. März 2009 stattgefundenen Generalversammlung und Wahl der Vereinsorgane des KGV-Am Anger, wurde die bestehende Vereinsleitung um Hr. Walter Balbach wiedergewählt. Wahlergebnis: Liste Balbach 57 Stimmen, Liste Lackner 38 Stimmen und 11 Stimmenthaltungen.

Der KGV-Am Anger bekommt vom Magistrat der Stadt Wien mit September 2009 neue Orientierungsnummer zugeteilt. Dadurch wird jeder Parzelle eine Adresse zugeordnet, die es Einsatzkräften (Polizei, Rettung usw.) ermöglicht im Notfall schneller vor Ort zu sein.

Die Wasserzähler für die einzelnen Parzellen werden durch Funkwasserzähler ersetzt, welche das Ablesen und Abrechnen des Wasserverbrauchs erheblich erleichtert.

2010: (Juni) Erneuerung der Eingangstore am Esparsette-Weg in der Kirchfeldgasse und zur Kleingartenanlage Sagedergasse. 

2011: (August) Aufgrund einer Anzeige bei der Magistratsabteilung 69 sind die Eingangstore zum KGV-Am Anger offen zu halten und von Anfang Mai bis Ende September in der Zeit von 9 Uhr bis 19 Uhr nicht zu versperren. Die Knäufe der Eingangstore werden durch Türgriffe ersetzt.

(Dezember) Am Autoabstellplatz werden 28 Carports für die Vereinsmitglieder errichtet. 

2012: Bei der Jahreshauptversammlung am 24. März 2012 im Freizeit Center Erlaa, wurde der Vereinsvorstand des KGV Am Anger bestätigt.  Nach den ausführlichen Berichten von Obmann, Kassier und Fachgruppe wurde die bisherige Vereinsleitung im Wesentlichen einstimmig wiedergewählt.

2016: Nachdem Obmann Walter Balbach im Jahr 2015 überraschend gestorben ist, wurde bei der Generalversammlung am 19.März 2016, Herr Günter Kotisch zum Obmann und Herr Ewald Lackner zum Obmann Stellvertreter gewählt.  
(Mai) Obmann Günter Kotisch ist am Mittwoch, den 25.Mai 2016, im 74. Lebensjahr plötzlich und unerwartet für immer von uns gegangen. Herr Ewald Lackner übernimmt die Leitung des KGV-Am Anger.

2017: Bei der Jahreshauptversammlung am 1.April 2017, wurde der Vereinsvorstand des KGV Am Anger bestätigt.  Nach den ausführlichen Berichten von Obmann, Kassier und Fachgruppe wurde die bisherige Vereinsleitung einstimmig wiedergewählt.

 


* Das Prekarium oder Bittleihe ist die unentgeltliche Überlassung einer Sache gegen jederzeitigen Widerruf.

** Kooptierung, ist die Ergänzungswahl, Zuwahl, Aufnahme oder Wahl von Mitgliedern durch die übrigen Mitgliedern einer Gemeinschaft.