Am Anger summt es wieder

Foto KGV Am AngerRegelmäßig nimmt Christine, eine Bewohnerin des KGV, ihre Rauchpumpe und besucht ihr Bienenvolk, welches am Kleingartengelände Am Anger steht. Das wichtigste ist, dass die Bienen keine Krankheiten haben oder von Milben befallen sind, sagt sie. Dies sei nämlich die größte Gefahr, die die Bienen hätten. Und wenn nicht alles im Bienenstaat in Schuss ist, dann wird es auch nichts mit dem Honig.

Jetzt im Mai ist ordentlich was los bei den Bienen, denn im Wonnemonat schwärmt die Königin zum Hochzeitsflug aus und paart sich mit den Drohnen, damit es auch wieder ordentlich Nachwuchs im Staat gibt. Das ist dann ein regelrechtes Summkonzert, wenn diese losfliegen.

Generell muss gesagt werden, dass Bienen friedliche Tiere sind und nicht ohne Grund stechen. Es sind liebevolle Wesen, die unserer Natur viel Gutes tun. Damit es auch leckeren Honig gibt, brauchen die Bienen Blüten um deren Nektar sammeln zu können.

Was ist so los im Bienenstock?

Wird ein befruchtetes Ei in eine Weiselzelle gelegt, so entsteht auf Grund einer besonderen Ernährung (Gelee Royale) eine Königin. Nach ihrem Schlüpfen tötet sie eventuell vorhandene weitere Königinnenlarven. Drei bis fünf Tage später unternimmt die junge Königin ihre ersten Orientierungsflüge. Danach beginnt sie ab einer Außentemperatur von 20°C ihre Begattungsflüge. Dabei wird sie von mehreren Drohnen im Flug begattet. Einige Tage nach der Begattung nimmt die Königin deutlich an Körpergröße zu und beginnt mit der Eiablage. Sie ist als einziges Weibchen voll entwickelt und legt vom Frühjahr bis zum Herbst pro Tag durchschnittlich 1.000 bis 1.200 Eier.

Vor der Eiablage prüft die Königin die von den Putzbienen gereinigte und mit Propolis ausgekleidete Zelle. Wird diese als anstandslos befunden, legt die Königin ein einzelnes Ei in die Zelle. Dieser Vorgang wird „Stiften“ genannt. Handelt es sich um eine größere Drohnenzelle, so stiftet sie ein unbefruchtetes Ei.

Während des Stiftens wird die Königin von ihrem Hofstaat von ca. 10 Arbeiterbienen ständig begleitet und intensiv gefüttert.

Die Königin regiert ihren Staat durch Pheromone. Innerhalb des Stocks bewirken diese ein Anlocken junger Bienen für den Hofstaat und die Brutpflege, Förderung der Baulust, Hemmung der Eierstockentwicklung der Arbeiterbienen, Hemmung des Weiselzellenbaues und haben eine antibiotische Wirkung. Außerhalb wirken die Pheromone auf Arbeitsbienen, indem beim Schwärmen der Schwarm stabilisiert wird. Auf Drohen wirken die Pheromone als Geschlechtslockstoff und zur Steigerung des Geschlechtstriebes.

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